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29.12.2009 Uhr bis 31.01.2010 - 12:00
Im Norden: Island, Spitzbergen, Grönland Fotoausstellung
Ort: Klinik Foyer


Im Norden: Island, Spitzbergen, Grönland Fotoausstellung

Im Norden des Atlantischen Ozeans liegen die drei ’ungleichen Schwestern’:

Island - Spitzbergen - Grönland

Island ist die Insel aus Feuer und Eis. Mit dem Vatna Jökul finden wir auf Island den größten Gletscher Europas und die Tätigkeit der verschiedenen Vulkane ist sehr hoch. Der Grund ist, dass Island auf der Schnittstelle zweier Kontinentalplatten liegt. Die gesamte Insel besteht aus vulkanischem Gestein und die Geysire sind ebenfalls Ausdruck starker Tätigkeiten im Untergrund. Da Island im Wirkungsbereich des Golfstroms liegt, ist ein Leben für Mensch und Tier in großer Vielfalt möglich. Island wurde vor etwa 1000 Jahren von Europa aus besiedelt.

Spitzbergen, die Norweger nennen die Inselgruppe Svalbard, wird nur noch an der Westküste vom Golfstrom beeinflusst. Von der Nordspitze der Inselgruppe sind es ’nur’ noch ca. 900 Kilometer bis zum Nordpol, darum war Spitzbergen in den vergangenen zwei Jahrhunderten immer wieder Ausgangspunkt für Nordpolar-Expeditionen. Der Norden und der Osten der Inselgruppe ist die meiste Zeit des Jahres vom Packeis eingeschlossen, während die Westküste weitgehend eisfrei bleibt. Eine Besiedlung Spitzbergens hat in sehr geringem Umfang wegen der Kohlevorkommen stattgefunden. Der Bergbau hat keine Bedeutung mehr und seit die Norweger das Abschlachten von Wildtieren im Wasser und zu Lande weitgehend beendet haben, entwickelt sich die Region zu einem Refugium für die Tierwelt der Polarregion.

Grönland ist die größte Insel dieser Erde. Sie ist zu mehr als 80% von bis zu 3000 m dickem Eis bedeckt. Würde diese Eismasse schmelzen, stiege der Meeresspiegel um fünf bis sechs Meter. Die erste Besiedlung erfolgte vor ca. 4000 Jahren. Über Alaska und Nord-Kanada kamen die ersten Menschen an die Westküste der Insel. Erst vor etwa 1000 Jahren kamen Wikinger von Island nach Grönland. Nach 500 Jahren zogen sie sich nach Island zurück. Das Inlandeis setzt riesige Eisberge frei, die das Leben von Mensch und Tier rund um die Insel prägen.

Der Naturfotograf Wolfgang Schäfer hat die Inseln Island, Spitzbergen und Grönland im Nordatlantik mehrfach besucht und Pflanzen, Tiere, Landschaften und Eisberge in Bildern festgehalten. Diese Welt im Norden des atlantischen Ozeans ist zum einen durch den Golfstrom geprägt und zum anderen durch die zunehmende Erwärmung unserer Erde. Die Treibeisflächen nördlich von Spitzbergen sind für den Fortbestand der Eisbären sehr wichtig. Diese Flächen werden immer kleiner und die Dicke des Eises nimmt ständig ab. Die Eismassen auf Grönland kommen immer mehr in Fluss und produzieren Eisberge von gewaltigen Dimensionen. Das Licht der Mitternachtsonne ist für jeden Fotografen ein großartiges Angebot und ebenso eine Herausforderung.
 
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