Cultur-tupfer - Kultur im Krankenhaus

Wir ergänzen den bitteren Tropfen der Medizin mit einem bunten Tropfen an Kultur. Verordnen Sie sich selbst eine ganzheitliche Genesung im Klinikum Lippe-Detmold.
 

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 Kulturinitiative im
 Klinikum Lippe-Detmold
Unsere Initiative und Veranstaltungen in den Medien 
 
 
 
 
 
 
 
 

Zur Veranstaltung ’Hauptsach mir sän g’sund! Kabarett mit ’Auguste’ Andrea Wehner
am 26.07.2010

Von den Risiken eines Plastikhöschens
(Lippische Landeszeitung am 28.07.2010 von: Pavlustyck (kpa))
Andrea Wehner zeigt als ’Auguste’ Kabarett im Krankenhaus

Passender konnte der Programmtitel von Andrea Wehner als fränkisches Urgewächs ’Auguste’ nicht gewählt sein: Mit ’Hauptsach mir sän g’sund!’ unterhielt sie ihr Publikum am Montagabend im Klinikum Lippe-Detmold.

Sie wirbelte auf der Bühne und im Zuschauerraum herum, entblätterte sich zu Beginn ihrer Darbietung aus einem roten Umhang, sang und jonglierte. Sie kletterte auf Stühle und Hocker, spielte Gitarre und Mundharmonika und war auch sonst nicht auf den Mund gefallen. Als Rentnerin ’Auguste’ aus Maßbach plauderte Andrea Wehner heiter aus dem Nähkästchen - von der fränkischen Sparsamkeit etwa oder den Tücken des Älterwerdens.
Ob Potenzprobleme oder Verstopfung - zu jedem Thema gab ’Auguste’ ihren Senf dazu. Und als es um Blasenschwäche ging, bat sie die Zuschauer zu einem Ratequiz und ergründete mit ihnen die Risiken eines Plastikhöschens aus der Apotheke. Raum zum Mitmachen bot die äußerst agile Pensionärin genug. So holte sie kurze Zeit später den Detmolder Klaus Kaske als Notenhalter auf die Bühne.
In dunkelblau gestreiftem Hausfrauenkittel, mit rotem Kopftuch und grauen Schlappen samt hochgezogenen Wollsocken gab Andrea Wehner mit viel Charme und einem für Lipper gerade noch verständlichen fränkischen Dialekt die um keine Peinlichkeit verlegene Seniorin. Sie zeigte neben dem Partyprogramm ’Hauptsach mir sän g’sund!’ auch einen kurzen Ausschnitt aus ihrer Nummer ’… der klenne Unterschied’, bei dem sie das weibliche und das männliche Geschlecht sowie deren Eigenarten auf die Schippe nahm.
Der Kabarettabend - veranstaltet vom Kulturverein ’cultur-tupfer’ - kam beim Publikum sichtbar und vor allem hörbar gut an: Ein Lacher jagte den nächsten, und zum Schluss gab es für Andrea Wehner viel Applaus.



Zur Veranstaltung ’keine Frau sucht Bauer!’ Kabarett für Neoromantiker Martin Herrmann
am 08.07.2010

Kiefer für die Latschen
(Lippische Landeszeitung am 10.07.2010 von: Gallisch (aga))
’CulturTupfer’ präsentiert Kabarett

’Keine Frau sucht Bauer’, nimmt Martin Herrmann einen Fernsehrenner auf die Schippe. Knapp 20 Gäste des ’CulturTupfer’ haben den Ausführungen des Kabarettisten im Klinikum Detmold zugehört.
Festgestellt hat Herrmann, dass die Scheidungsrate in Städten bei etwa 50 Prozent liege. Sein Lieblings-Familienstand aber sei eh Witwer. ’Dann hat der Mann eine Ehe zu Ende geführt.’ Ärgerlich sei eigentlich nur der ’Riesenumweg’ über die Ehe.
Auf dem Lande aber halte sich die Scheidungsrate eher auf dem Niveau derer des Irans, verknüpft der Kabarettist geschickt unterschiedliche Aspekte zu einem Mix, der das Zwerchfell reizt. Allerdings liege die niedrige Scheidungsrate auf dem Lande auch daran, dass es dort gar keine Frauen mehr gebe.
Trotzdem hat Martin Herrmann, seit Kanzlerin Angela Merkel im Amt ist, eine zunehmende Femininisierung Deutschlands festgestellt. Auch aus dem Grund sei er stolz, dass sein Vorname ’Weiblichkeit gleich zwei Mal ausschließen’ wolle: ’Herrmann mit zwei ,r‘ und zwei ,n‘, nicht wie das Denkmal’, doziert er.
Doch bei seinem Streifzug durch das Zusammenleben von Frau und Mann singt und spricht er sich durch die zurzeit die Menschen mehr oder weniger bewegenden Themen: zum Beispiel die Fußball-WM. Dabei sei ihm für wunde Füße neulich der Tipp eines Pharmazeuten in der Werbung aufgefallen. Dieser habe ’einen Balsam aus Latschenkiefer’ empfohlen. Da stecke der Verwendungszweck schon im Wort: ’Wenn das so weiter geht, kommen morgen Hämorrhoiden-Zäpfchen bestimmt von After-Eight.’
Bitterböse wird es, als er seinen alten Wehrpass unter seinen mitgebrachten Utensilien findet. Alle Kollegen hätten den 1980 verbrannt, nachdem die Russen in Afghanistan einmarschiert seien: ’Ich hab das nicht gemacht. Ich habe den behalten, vielleicht fahr ich da noch mal hin.’(



Allgemein zu unserer Initiative:

Preis für ’cultur-tupfer’
(’EinGeschoben’ Mitarbeiterzeitung Klinikum Lippe am 29.06.2010 )
Das Land Nordrhein-Westfalen hat dem Verein ’cultur-tupfer’ den ersten Platz des Kulturehrenpreises ’Der Dank’ in der Kategorie ’Erleben’ zugesprochen.
5.000 Euro Preisgeld gab es dafür. Geld, das der Verein bitternötig hat, denn die Finanzierung der wöchentlichen Visite der Dr. Clowns und die sonntäglichen Konzerte im Foyer des Klinikums Detmold erfolgen ausschließlich über Spenden.
Obwohl ’cultur-tupfer’ mehr als ein Jahrzehnt aktiv ist, sucht diese ehrenamtliche Initiative in der Bundesrepublik noch immer Ihresgleichen. ’Durch die Preisverleihung wird unsere Arbeit auch von außen wertgeschätzt’, freut sich Vorsitzender Ewald Gancer, der sich über viele neue aktive und passive Mitglieder aus dem Klinikum Lippe freuen würde. Es gibt viele Möglichkeiten sich einzubringen - Spenden, mit neuen Ideen, Mithilfe bei Veranstaltungen oder Büroarbeit.



Zur Veranstaltung ’50er Jahre - Rock´n Roll und Petticoat’ Ausstellung Schwalenberger Seniorenakad
am 01.05.2010

Rock’n’Roll und Petticoat: Senioren schwingen den Pinsel
(Lippische Landeszeitung am 04.05.2010 von: Preuss )
Mit dem Roller in die Batze: Ein sicherer Blick
für das Wesentliche und ein lässig geführter
Pinsel kennzeichnet die rund 60 fröhlichbunten
Bilder, die Michaela Schröder
(unten) und Brigitte Straetner jetzt im Foyer
und Flur des Detmolder Klinikums aufgehängt
haben. Th ema sind die ’50er Jahre -
Rock’n’Roll und Petticoat’. Eindrücke, die
die Jugend der Malerinnen und Maler prägten
und die sie ganz off ensichtlich noch lebhaft
vor dem inneren Auge haben. Zusammen
mit dem Leipziger Künstler Jürgen
Noltensmeier machten sich 14 Bewohnerinnen
und Bewohner der vier Kreisseniorenheime
bei der ’Schwalenberger Seniorenakademie
2009’ auf malerische Spurensuche
in ihre Vergangenheit. Die angewandte ’Ei-
Tempera-Technik’ kam ihrer spontanen
Malweise entgegen. Die Bilder hängen bis
Ende Mai



Zur Veranstaltung cultur-tupfer Jahreshauptversammlung
am 17.03.2010

Knapp 6.000 Euro Spenden für die Clownvisiten
(Detmolder Kurier am 09.04.2010 von: Neumann (HFR))
Bei 154 cultur-tupfer e.V. Veranstaltungen wurden in 2009 rund 4088 Besucher gezählt
’Die Detmolder Kinderklinik gehört zu den wenigen deutschen Krankenhäusern, die jeden Donnerstag mit zwei professionellen Klinik Clowns, die sogenannten ’Dr. Clown Visiten’, anbietet - und das seit sieben Jahren’, so Ewald Gancer, Vorsitzender des ’cultur-tupfer e.V.’, mit einem gewissen Stolz. Für den Einsatz der Clowns musste die Initiative im zurückliegenden Jahr den Betrag von 9.760 Euro aufbringen. Gancer wies darauf hin, dass ab 1. Januar 2010 pro Visite 250 Euro aufgewendet werden müssen. Bei 52 Einsätzen pro Jahr kommt der stolze Betrag von 13.000 Euro zusammen. Gancer: ’Wir müssen uns weiter bemühen, Sponsoren und prominente Paten für den langfristigen Erhalt der Visiten zu finden’.
Für die ’cultur-tupfer’ Initiative war 2009 ein Rekordjahr, denn es wurde die größte Anzahl an Veranstaltungen angeboten und dieses Angebot wurde von 4088 Besuchern honoriert. Seit dem 15. Oktober 1998 kamen 20.290 Gäste zu den 1095 Veranstaltungen. Das sind stolze Zahlen für den ’nur’ 37 Mitglieder starken Verein.
Ewald Gancer: ’Mindestens eine Anfrage in der Woche erreicht uns von Menschen, die ihre Kulturangebote im Klinikum Lippe-Detmold anbieten und die wir akzeptieren können. Für mehr fehlt es uns aber weiter an den finanziellen Mitteln und an Mitgliedern. ’cultur-tupfer’ ist seit dem 1. Dezember 1999 ein gemeinnütziger Verein. Die Mitglieder sind zum größten Teil Beschäftigte der Klinik. Unter den zurzeit 37 Mitgliedern sind aber auch andere an der ’Tupfer-Idee-Interessierte’ Menschen aus Detmold und Umgebung.
Kritik übte Gancer an der Geschäftsleitung des Klinikum. Man sei am 26. Januar nach Bonn eingeladen worden, um den mit 5.000 Euro dotierten 1. Preis ’Der Dank-Ehrensache Kultur 2009’ in der Bundeskunsthalle abzuholen. Gancer: ’Wir freuen uns sehr über diese Ehrung und die Anerkennung unserer Kulturarbeit. Leider ist bis zum heutigen Tag auf der Internetseite des Klinikum Lippe-Detmold kein Hinweis, trotz wiederholter Zusagen erschienen, der auf diese Ehrung hinweist. Schade, dass unsere Arbeit ’oben’ so wenig gewürdigt wird’.
Die an dem Abend anstehenden Wahlen der Vorstandsmitglieder brachten bis auf einen Posten keine Veränderungen. Einstimmig wurden der 1. Vorsitzende Ewald Gancer und seine Stellvertreterin Susanne Lehmanski wieder gewählt; ebenso Katrin Kretschmar als Kassiererin und Elisabeth Hartog als Schriftführerin. Thomas Ruminski wurde als neuer Beisitzer Mitglied des Vorstandes, da Monika Lückermann aus privaten Gründen nicht wieder antrat.



Zur Veranstaltung ’Meine ART’ Katja Carstensen
am 01.03.2010

Bilder fürs Vergnügen
(Lippische Landeszeitung am 04.03.2010 )
Künstlerin verarbeitet
Krankheit
Bilder von Katja Carstensen sind noch bis zum 31. März im Foyer des Detmolder Klinikums zu sehen.
Die Malerin und Autorin stellt dort auf Einladung des Vereins ’cultur-tupfer’ aus.
Wie einer Pressemitteilung des Vereins zu entnehmen ist, hat die 1962 in Hamburg geborene Malerin und Zeichnerin
vor einigen Jahren von ihrer Diagnose Asperger-Autismus erfahren. Damals habe
sie begonnen, ihre ’seltsamen Reaktionen’ zu verstehen.
Vorwiegend in Kreide- und Bleistift zeichnungen drückt sie ihre Wahrnehmungen aus.
’Ich wünsche allen Besuchern ein freundliches Vergnügen beim Betrachten der Bilder’, wird sie zitiert.



Zur Veranstaltung ’Der Dank’ Ehrensache Kultur Preisverleihung
am 26.01.2010

Preis für das Ehrenamt
(Welt-online.de am 28.02.2010 von: Brigitte Pavetic 28. Februar 2010, 04:00 Uhr )
Die Bundeskunsthalle in Bonn taugt nicht nur für famose Ausstellungen. Dort fand jetzt auch die Vergabe des kulturellen Ehrenamtpreises des Landes Nordrhein-Westfalen statt. Kultur-Staatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff vergab die Preise, die beispielhaftes Engagement für die Pflege, Erhaltung und Weiterentwicklung des kulturellen Lebens honorieren. Preisträger waren die Bürgerstiftung Rohrmeisterei Schwerte, der Kunstverein Siegen und die Cultur-Tupfer Detmold.



Zur Veranstaltung ’Der Dank’ Ehrensache Kultur Preisverleihung
am 26.01.2010

Erste Plätze gingen nach Essen, Beckum und Detmold
(Detmolder Kurier am 19.02.2010 (HFR))
Schauspieler Sissy Höfferer und Rudolf Kowalski ehrten die Detmolder

In der Kategorie ’Erfinden’ wurde die ehrenamtliche Initiative ’cultur-tupfer e.V.’ kürzlich in der Bundeskunsthalle in Bonn mit dem Ehrenpreis ’Der Dank - Ehrensache Kultur’ das Landes Nordrhein-Westfalen geehrt. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. In der Laudatio hieß es unter anderem: Unter der Überschrift ’Kultur macht schneller gesund’ hat sich vor elf Jahren die ehrenamtliche Initiative ’cultur-tupfer e.V.’ am Klinikum in Detmold gegründet. Der Verein hat in den zurückliegenden Jahren für das Klinikum ein viel beachtetes Kulturangebot für kranke Kinder und Erwachsene erarbeitet. Im Mittelpunkt steht das Engagement für kranke Kinder. Konzerte, Ausstellungen und die Visiten der Dr. Clowns sind aus dem Klinikalltag nicht wegzudenken. Die bisher mehr als 700 Veranstaltungen machen Patienten und Klinikpersonal Mut, sie lenken von Krankheit und Schmerz ab und verleihen Zuversicht.
Vorsitzender Ewald Gancer, seit Gründung der Initiative der treibende Motor (links) bei seiner Dankesrede. Im Hintergrund lauschen seinen Worten Schauspielerin Sissy Höfferer (Neue SOKO Köln Chefin) und Schauspieler Rudolf Kowalski (unter anderem Partner von Hannelore Hoger in ’Bella Block’).



Zur Veranstaltung ’Der Dank’ Ehrensache Kultur Preisverleihung
am 26.01.2010

»Cultur-tupfer« auf dem ersten Platz
(Lippe aktuell am 03.02.2010 (hn))
Landesregierung verlieh Preis für »Ehrenamt in der Kultur«

Her­aus­ra­gen­des eh­ren­amt­li­ches En­ga­ge­ment in der Kul­tur zeich­net die nord­rhein-west­fä­li­sche Lan­des­re­gie­rung zum zwei­ten Mal am in der Bun­des­kunst­halle in Bonn aus. Die Preise und Ur­kun­den wur­den durch Mi­nis­ter­prä­si­dent Jür­gen Rütt­gers ü­ber­reicht. Aus­ge­zeich­net wird bei­spiel­haf­tes En­ga­ge­ment für die Pfle­ge, Er­hal­tung und Wei­ter­ent­wick­lung des kul­tu­rel­len Le­bens in Nord­rhein-West­fa­len. Die Preisträ­ger in den drei Ka­te­go­rien »Er­hal­ten«, »Er­le­ben« und »Er­fin­den« für das Jahr 2009 wur­den im Rah­men der Preis­ver­lei­hung am Abend des 26. Ja­nuar in Bonn be­kannt ge­ge­ben. In der Ka­te­go­rie »Er­le­ben« ge­wann die In­itia­tive »­cul­tur-tup­fer« des Kli­ni­kum Lippe-Det­mold den mit 5.000 euro do­tier­ten ers­ten Preis



Zur Veranstaltung ’Der Dank’ Ehrensache Kultur Preisverleihung
am 26.01.2010

Die Mutmacher aus dem Klinikum
(Lippe-News.de am 30.01.2010 )
’Cultur-tupfer’ schafft Abwechslung für die Patienten- Engagement vom Land NRW gewürdigt
Detmold. Klein und unscheinbar sieht die Skulptur aus Plexiglas in der Hand von Ewald Gancer aus. Doch der Würfel hat für seinen Träger eine ganz besondere Bedeutung. ’Diesen Preis haben wir für unser langjähriges ehrenamtliches Engagement bekommen’, sagt der Krankenpfleger am Klinikum Detmold. In seiner Freizeit ist er Vorsitzender des Kulturvereins ’cultur-tupfer’. Seit elf Jahren holen Gancer und seine Mitstreiter Kultur ins Krankenhaus - ganz nach dem bekannten Sprichwort ’Lachen ist die beste Medizin’. Das Konzept kommt bei den kleinen und großen Patienten sehr gut an.
Ewald Gancer (dritter von links) freut sich über die Auszeichung

Das Land Nordrhein-Westfalen hat kürzlich ’cultur-tupfer’ den ersten Platz des Kulturehrenpreises ’Der Dank’ in der Kategorie ’Erleben’ zugesprochen. Vorgeschlagen wurden der Verein von der Bezirksregierung Detmold. Die Verleihung fand Ende Januar in der Bonner Bundeskunsthalle statt. Die 5.000 Euro Preisgeld überreichte Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff. Geld, das der Verein bitternötig hat, den die Finanzierung erfolgt ausschließlich über Spenden, Mitgliedsbeiträge und den jährlich zweimal stattfindenden Basaren. ’Wir müssen jedes Jahr aufs Neue zittern, ob wir unser Angebot weiterhin aufrecht erhalten können’, erklärt Gancer.
’Cultur-tupfer’ schafft Abwechslung im tristen Klinikalltag, macht mit seinen Angeboten den kleinen und großen Patienten Mut. Bilderausstellungen, Konzerte und vor allem die Clown-Visiten in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin organisieren die 15 aktiven Mitglieder. Mehr als 700 Veranstaltungen weist mittlerweile die Statistik auf. Jedesmal war es viel Arbeit für alle Beteiligten. ’Wenn wir aber die strahlenden Augen der Kinder nach den Besuchen der Dr. Clowns sehen oder die zufriedenen Gesichter der Patienten nach den Konzerten auf den Stationen - dann sind alle Mühen und der Stress vergessen’, betont Gancer. Und weiter: ’Wenn es nach den Kindern geht, könnten die Clowns nicht nur donnerstags, sondern jeden Tag kommen.’ Aber gerade die Finanzierung der Clown-Visiten stehe immer wieder auf Messers Schneide.
In elf Jahren ’cultur-tupfer’-Arbeit ist viel passiert: lustiges, kurioses aber auch trauriges. Besonders eine Veranstaltung ist Gancer in Erinnerung geblieben. Am 11. September 2001 - der Tag als die Flugzeuge in das World Trade Center flogen - war der New Yorker Gitarrist und Komponist Peter Griggs zu Gast. ’Trotz der tragischen Ereignisse hat er gespielt und das Konzert den Menschen in seiner Heimatstadt gewidmet. Das war für mich ein sehr bewegender Moment’, sagt Gancer.
Das Klinikum hat sich zu einem wichtigen Veranstaltungsort der Umgebung gemausert. Patienten machen sich für die sonntäglichen Konzerte - von Klassik über Jazz bis hin zu Pop - extra schick. Viele Besucher kommen sogar von außerhalb. Gancer: ’Das sind oft ehemalige Patienten, die unser Angebot nicht mehr missen möchten.’ Ein besonderer Höhepunkt sind jedesmal die Darbietungen der Bauchtänzerinnen. ’Dann ist das Foyer rappelvoll’, so Gancer. Schauspieler des Landestheaters, Ulrike Wahren oder Dieter Kropp - fast alle namhaften lippischen Künstler sind aufgetreten. Aufgrund der vielen Begegnungen mit den verschiedensten Darstellern hat ’cultur-tupfer’ eine umfangreiche Künstlerkartei erstellt und vermittelt auf Wunsch sogar die entsprechenden Kontakte.
’Der Mensch kann nur gesund werden, wenn er etwas Schönes geboten bekommt’, beschreibt Schriftführerin Elisabeth Hartog die Motivation der Mitglieder. ’Da unsere Patienten nicht zur Kultur gehen können, holen wir die Kultur ins Krankenhaus’, erklärt Hartog weiter. Obwohl ’cultur-tupfer’ mehr als ein Jahrzehnt alt ist, sucht diese ehrenamtliche Initiative in der Bundesrepublik noch immer Ihresgleichen. ’Durch die Preisverleihung wird unsere Arbeit auch von Außen wertgeschätzt’, freut sich Gancer, der sich über viele neue aktive und passive Mitglieder freuen würde. Es gibt viele Möglichkeiten sich einzubringen - Spenden, mit neuen Ideen, Mithilfe bei Veranstaltungen oder Büroarbeit.

Hintergrund

Die Initiative ’cultur-tupfer’ hat sich Anfang 1998 nach dem Vorbild von ’Im-Pulse’ der Universität Münster gegründet. Kurze Zeit später erfolgte die Eintragung ins Vereinsregister. Die Finanzierung erfolgt überwiegend aus Spenden. Die 35 aktiven und passiven Mitglieder sind zum größten Teil Mitarbeiter des Klinikums Lippe. ’Sonn Takte’, ’Flurkultur’ und die Clown-Visiten sind derzeit die Hauptaktivitäten des Kulturvereins. Früher gab es noch ein Kinderkino und das Klinikradio ’Tupfer Töne’. Der Vorstand hofft, durch die Preisverleihung eine größere Unterstützung durch die Bevölkerung zu bekommen. Ein Jahresbeitrag kostet zwischen 24 und 48 Euro.



 
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