Cultur-tupfer - Kultur im Krankenhaus

Wir ergänzen den bitteren Tropfen der Medizin mit einem bunten Tropfen an Kultur. Verordnen Sie sich selbst eine ganzheitliche Genesung im Klinikum Lippe-Detmold.
 

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 Kulturinitiative im
 Klinikum Lippe-Detmold
Unsere Initiative und Veranstaltungen in den Medien 
 
 
 
 
 
 
 
 

Zur Veranstaltung ’SonnTakte’ Chorkonzert ’Stimmen lauschen’ ’hautnah-voiceart’
am 15.01.2012

Wenn Frauen ’Männer’ singen
(Lippische Landeszeitung am 18.01.2012 von: Gallisch (AGA))
Das Chorkonzert mit ’hautnah-voiceart’ bildet Auftakt zu Musikreihe im Klinikum Lippe.
’Oh Happy Day’ erklang im Foyer des Klinikum Lippe. Und einen solchen hat der Pop-Chor ’hautnah-voiceart’ seinen Zuhörern jetzt zumindest für die knappe Stunde des Auftritts bereitet. Das Konzert war der Auftakt zu einer neuen Konzertreihe der Kulturinitiative ’culturtupfer’.
Mit einem Querschnitt erfolgreicher Songs von gestern bis zu den Top-40 der Gegenwart hat ’hautnah-voice­art’ ein breites Klangspektrum zu bieten. ’Von Gospel über Udo Jürgens bis zu den Prinzen’, bringt Leiter Tobias Richter das Repertoire seines mehrstimmigen, gemischten Chores auf einen Nenner. Schnell wusste ’hautnah-voice­art’ sein Publikum mit einem umfangreichen Udo-Jürgens-Medley im Halbplayback zu erfreuen. Doch auch die bekannten Klänge aus dem Film ’Sister Act’ erfüllten das Foyer.
Ein besonderer Leckerbissen fand dann ohne die fünf Sänger des Pop-Chores statt. A capella brachten die 14 Sängerinnen, in Abwandlung des Grönemeyer-Hits ’Männer’, ihre Version von ’Frauen’ zu Gehör. Mit Zeilen wie ’Frauen sind dekorativ - selten objektiv’ oder ’werden als Kind schon auf blond gebleicht’ sorgte der Chor für Schmunzeln.
Tobias Richter bedankte sich für den Applaus der Zuhörer. Er lud alle zu einem Konzert des Pop-Chores am 11. Februar in die Aula am Werreanger in Lage ein. Dort gibt er sein letztes Konzert als musikalischer Leiter des Ensembles. Nach fünf Jahren gibt er die Leitung ab.
Der Auftritt der rund 20 Sängerinnen und Sänger von ’hautnah-voiceart’ war der Auftakt zu einer neuen Reihe im Klinikum. Die Kulturinitiative ’culturtupfer’, so Schriftführerin Elisabeth Hartog, möchte in jedem Monat ein Chorkonzert ausrichten. Damit werde einem Wunsch der Patienten Rechnung getragen. Für die Gestaltung sollen jeweils Chöre aus Detmold und Umgebung gewonnen werden. Anfang Februar tritt der Jazzchor Lippe auf.(aga)



Zur Veranstaltung ’Weihnachten mit Dieter Kropp und Band’
am 17.12.2011

Weihnachts-Blues in der Magistrale
(Lippe aktuell am 21.12.2011 von: H. Neumann )
Bescherung in der Klinik mit Dieter Kropp
Be­grüßt wur­den Pa­ti­en­ten und Be­su­cher vom Vor­sit­zen­den der Kli­nik In­itia­tive »­cul­tur-tup­fer e.V.«, Ewald Gan­cer, der zunächst Die­ter Kropp und seine Man­nen will­kom­men hieß, kurz die »­cul­tur-tup­fer« In­itia­tive vor­stellte und dann die Bühne frei­gab. Nie klan­gen Blues Harps süßer, wenn Kropp tra­di­tio­nelle Weih­nachts­klas­si­ker wie »Jin­gle Bells« oder »­Si­lent Night« im Blues-Ge­wand bringt. Egal ob »Rockin Around The Christ­mas Tree«, »Win­ter Won­der­lan­d« oder »White Christ­mas«: Al­les wurde mit Blues, Rock’n’Roll, Jazz und Swing »­ver­kropp­t« und mit deut­schen Tex­ten spitz­bü­bisch ser­viert.

Der Ad­vent­s­zeit ent­spre­chend sorg­ten ein klei­nes Schlag­zeug oder Ca­jon, Kon­tra­bass, Gi­tarre so­wie 47 auf Hoch­glanz po­lierte Mund­har­mo­ni­kas ne­ben en­gels­glei­chem Chor-Ge­sang für weih­nacht­li­che Vor­freu­de. So hat­ten die Pa­ti­en­ten und Be­su­cher »Schnee­flöck­chen, Weißröck­chen« oder »­Mor­gen Kin­der wird’s was ge­ben« noch nie gehört!



Zur Veranstaltung Dr. Clown Visite
am 24.11.2011

Brasseler expandiert und tut Gutes
(Lippische Landeszeitung am 06.12.2011 von: Thomas Reineke (Rei))
Spende für Klinik-Kulturprogramm und Jugendarbeit in Lemgo - Logistik-Zentrum vor Fertigstellung

Das neue Logistik-Zentrum am Südring soll im März bezogen werden, die Modernisierung der Forschungsund
Entwicklungsabteilung ist frisch abgeschlossen - bei der Gebr. Brasseler GmbH geht es weiter in großen Schritten voran.
Parallel engagiert sich das zweitgrößte Lemgoer Unternehmen für den guten Zweck.
Jeweils 1500 Euro haben Geschäft sführer Reinhard Hölscher und Betriebsratsvorsitzender Klaus Schnittger gestern an das Jugendzentrum
’Haus am Wall’ und den Verein ’Cultur-Tupfer’ übergeben.
Letzterer organisiert seit zwölf Jahren ein abwechslungsreiches Programm im Detmolder Krankenhaus. Ein Pfeiler ist
laut Ewald Gancer von ’Cultur-Tupfer’ die wöchentliche Visite der ’Dr. Clowns’ in der Kinderklinik. Für jeweils zwei Stunden heitern speziell geschulte Schauspieler in Kostümen die kleinen Patienten auf. Die 1500 Euro für das Jugendzentrum ’Haus am Wall’
nahm Leiter Georg Heil entgegen. Der Träger der Jugendarbeit in Lemgo, der AWO-Bezirksverband, wird das Geld für
die Anschaff ung neuer Spielgeräte für die beliebten Ferienspiele in der alten Hansestadt verwenden.
Die Spendensumme stammt zum Teil aus dem
Verzicht der Firma Brasseler auf Weihnachtskarten an ihre Mitarbeiter. ’Stattdessen ist
es guter Brauch geworden, die
eingesparten Kosten einer karitativen
Einrichtung zukommen zu lassen’, so Geschäft sführer Hölscher.
Neu gestaltet hat das Dentaltechnik-
Unternehmen seine Forschungs- und Entwicklungsabteilung. So ist
beispielsweise das Versuchslabor
an die Fertigung gerückt. In dem Labor werden die Brasseler-Entwicklungen auf ihre Funktionalität hin überprüft .
’Dafür haben wir hier eine komplette Zahnarzt-Ausrüstung’, so Entwicklungsleiter Michael Küllmer. Bemerkenswert ist auch die Lichttechnik
aus dem Hause Zumtobel in der neu gestalteten Abteilung. Diese schaltet sich ein, wenn ein Mitarbeiter die Räume betritt. Andersherum geht das
Licht automatisch aus, wenn der Letzte die Abteilung verlässt. Parallel biegen die Arbeiten an dem neuen Logistik-
Zen trum am Südring auf die Zielgerade. Hier werden ab Frühjahr 100 Mitarbeiter den Versand von Brasseler-Produkten
(Markenname: ’Komet’) in alle Welt sicher stellen. Die Investition: rund 4,5 Millionen Euro. Das Unternehmen zählt allein in Lemgo 900 Mitarbeiter,
die 13 000 verschiedene Produkte herstellen. Brasseler ist europaweiter Marktführer in der Dentaltechnik.



Zur Veranstaltung Detmolder Leselust: Biografien oder Ein-Blick auf das Leben ...
am 21.11.2011

Von Kästner bis McLuhan
(Lippische Landeszeitung am 22.11.2011 von: Gocke (tog))
Detmolder tragen aus Biografien vor
An immer neue und zunächst etwas außergewöhnlich erscheinende Orte führt die Veranstaltungsreihe ’Detmolder Leselust’. Am Montag ging es ins Klinikum Lippe - genauer gesagt, in den Verbindungsgang zur neuen Familienklinik -, wo drei Detmolder vorlasen.

’Ein Krankenhaus bedeutet für die Menschen immer starkes Leben und Erleben - positiv wie auch negativ’, sagte Moderatorin Inge-Lore Brakemeier, als sie die Idee der ’Detmolder Leselust’ und das Programm vorstellte. Mit Dr. Wolfgang Hiller, Christa Meier-Drave und Tatjana Rese seien auch dieses Mal drei Detmolder gefunden worden, die anderen ihre Lieblingsliteratur vorstellen würden.

Thema des Abends waren Biografien. Die Eröffnung machte ’Hausherr’ Hiller, Ärztlicher Direktor des Klinikums, der den Gästen Auszüge aus dem Leben Erich Kästners präsentierte. Dabei mussten die Zuhörer zunächst raten, um wen es sich handelte. Denn: Aus wessen Biografie er las, gab Hiller erst zum Ende bekannt.

Die Schauspieldirektorin des Landestheaters Detmold, Tatjana Rese, war als zweite Vorleserin an der Reihe. Sie beschäftigte sich mit dem Visionär und Medienkritiker Marshall McLuhan, der unter anderem den Begriff ’das globale Dorf’ prägte. Zwischen den Auszügen legte Rese das Buch in regelmäßigen Abständen zur Seite und interpretierte das gerade Gelesene aus ihrer Perspektive.

Ausflüge in die Vergangenheit gab es zum Abschluss von Christa Meier-Drave, die aus dem Buch ’Nylons mit Naht - Mädchenjahre in den Fünfzigern’ vortrug. Die dabei von ihr wieder erweckten Begriffe und Bezeichnungen schienen besonders bei den etwas älteren Zuhörern die eine oder andere Erinnerung zu wecken - vom leichten Schmunzeln bis zum offenen Lachen war in ihrer Reaktion alles vertreten. Und zum Abschluss gab es kräftigen
Applaus.



Zur Veranstaltung Weihnachstkonzert ’Detmolder Schloss-Spatzen’
am 23.12.2011

Weihnachten im Klinikum Lippe
(Lippe Magazin am 21.11.2011 )
Krankheiten und Geburten kennen keine Feiertage
Die meisten Menschen sitzen an Weihnachten im Kreis der Familie zusammen, freuen sich auf besinnliche Stunden bei einem Festtagsmenü. Im Klinikum Lippe geht dagegen der Alltag wie gewohnt weiter. Krankheiten und Geburten kennen keine Feiertage. Viele Menschen verbringen Heiligabend im Klinikum - und nicht nur Patienten. Auch Ärzte und Pflegekräfte sind an ihren Arbeitsplätzen.
Der Heilige Abend ist ein besonderer
Tag - gerade auch im Krankenhaus. Zunächst ist es für die Mitarbeiter ein Dienst wie jeder andere auch, allerdings sind die Stationen leerer als sonst. Wer nicht in stationärer Behandlung bleiben muss, ist zuhause. Patienten, die aus medizinischen Gründen nicht entlassen werden können, sollen trotzdem eine möglichst schöne Zeit haben.
Bereits Anfang Dezember werden die Stationen weihnachtlich geschmückt.
Die Mitarbeiter der einzelnen Fachkliniken sind dafür selbst verantwortlich. Es gibt Weihnachtsgestecke, Fensterbilder
und bunt geschmückte Weihnachtsbäume
- allerdings ohne richtige Kerzen.
Auf einigen Stationen erklingt weihnachtliche Musik aus CD-Spielern. Lichterketten werden draußen in Tannenbäume gehängt.
Die Verantwortlichen von Cultur-tupfer
denken sich jedes Jahr ein besonderes
kulturelles Programm für das Klinikum
in Detmold in der Adventszeit aus. Fester Bestandteil ist jedes Jahr das traditionelle Weihnachtskonzert mit den Detmolder Schloss-Spatzen. In diesem Jahr findet es am Freitag, 23. Dezember, um 16.00 Uhr im Foyer statt. Der Eintritt ist frei.
Dass zur weihnachtlichen Stimmung
nicht nur Deko gehört, wissen auch die
Mitarbeiter der Küche. Sie versuchen
den Patienten die Weihnachtszeit mit
besonderen Köstlichkeiten zu versüßen.
Deshalb gibt es im Klinikum Lippe an den
Feier tagen klassische Weihnachtsmenüs,
die auf extra dekorierten Tabletts serviert werden.
Gerade an Weihnachten ist das Bedürfnis
nach Nähe und persönlichem Kontakt
besonders groß. Viele Patienten bekommen
von ihren Verwandten Besuch. Wer an
diesem Tag alleine im Krankenhaus liegt,
der leidet oft besonders. Dann versuchen
die Ärzte und das Pflegepersonal da zu
sein und zuzuhören. An den Standorten
Detmold und Lemgo finden gemeinsame
Gottesdienste statt. Angehörige, Pflegepersonal und Mitarbeiter des Krankenhausbesuchsdiensts bringen die Patienten zur Andacht.
Schön ist Weihnachten im Krankenhaus
wohl für niemanden. Dass alle lieber
zuhause wären, daran ändert auch die
Weihnachtsdeko und das besondere
Essen nicht. Wenn möglich, machen es
sich diejenigen, die sich um die Patienten kümmern, so nett wie möglich, ohne ihre Pflichten zu vernachlässigen. Wer Weihnachten Dienst hatte, darf auf jeden Fall Silvester zuhause bleiben.
Es gibt aber auch Orte im Klinikum, wo
an Heiligabend richtig Freudenstimmung
aufkommt: Im Kreißsaal der Familienklinik, wenn am 24. Dezember ein Kind das Licht der Welt erblickt.



Zur Veranstaltung Cafe´ zum Tag der offenen Tür
am 05.11.2011

Kinder operieren am Kürbis
(Lippische Landeszeitung am 07.11.2011 von: Andreas Beckschäfer )
’Hier ist ein Verkehr wie auf dem Hauptbahnhof’, stellt Prof. Dr. Thomas Krauß zufrieden fest. Entsprechend vielen Fragen zu den erweiterten Möglichkeiten der nun auf dem neuesten Stand der Technik operierenden Klinik hatte sich der Chefarzt der Frauenheilkunde zu stellen.
Manche Fragestellung klärte sich jedoch auch fast von selbst, wenn man an einer der Führungen durch den Kreißsaal
teilnahm. Wie Christel Bäz, die sich auf diese Weise ein Bild davon verschaffte, wie gut Säuglinge und Mütter zukünftig - die Inbetriebnahme der neuen Räumlichkeiten ist für
Anfang Dezember vorgesehen - versorgt werden können. ’Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht’, sagte sie und verwies damit auf die ’alten’, in denen
sie vor fast 40 Jahren selbst ihr Kind bekommen hatte.
’Ich habe mich auch gut aufgehoben gefühlt, doch zwischen den Möglichkeiten von damals und heute liegen Welten’, so die Großmutter in spe
weiter. Sie freue sich darüber, dass ihr Enkelkind in einem Umfeld zur Welt kommen wird, das dank seiner ansprechenden Gestaltung kaum
noch an ein Krankenhaus erinnere.
Die neue Familienklinik nicht nur sehen, sondern erleben können: Das galt auch für die jüngeren Besucher des
Tags der offenen Tür. Die konnten
nämlich mit einem Endoskop eine Familie aus Playmobilfiguren ’behandeln’, die
in einem ausgehöhlten Kürbis untergebracht war. Zudem sorgten ’Klinik-Rallye’, ’Dr. Clowns’ und Schminktisch dafür, dass beim Nachwuchs keine Langeweile aufkam.
Zufrieden mit der Veranstaltung
zeigte sich auch Familienklinik-
Leiter Privatdozent Dr. Thomas Brune. Das mancher Besucher seinen Unmut
darüber äußerte, dass die erst vor wenigen Jahren mit großem finanziellen Aufwand geschaff ene Mutter-Kind-Station
nun überflüssig sei, konnte er nachvollziehen. Jedoch sei der Neubau letztlich alternativlos gewesen, um die medizinische Versorgung auf solch hohem
Niveau in Lippe halten zu können.



Allgemein zu unserer Initiative:

’Cultur-tupfer’ sagt Basar ab
(Lippische Landeszeitung am 28.10.2011 von: Sven Koch (sk))
Brandschutzbestimmungen werden nicht erfüllt.
Seinen traditionellen Weihnachtsbasar im Foyer des Klinikums muss der Verein cultur-tupfer absagen. Den Basar gibt es seit 20 Jahren. Grund für die Absage sind bautechnische und Brandschutzgründe.

Wie cultur-tuper-Vorsitzender Ewald Gancer erklärt, sei es im Rahmen der laufenden Baumaßnahmen im Klinikum eher durch Zufall auch zur Überprüfung der Rahmenbedingungen für den Basar gekommen, die bislang so noch nicht offiziell im Fokus gestanden hätten. Seitens des Sicherheitsbeauftragten des Klinikums sei dem Verein mitgeteilt worden, dass die Veranstaltung nach Einschätzung der Stadt und der Feuerwehr aus Brandschutzgründen auf keinen Fall wie bislang stattfinden könne.

’Es tut uns sehr leid’, so Gancer, ’diese große und tolle Veranstaltung absagen zu müssen. Eine gute Einnahmequelle für die Finanzierung unserer Kulturarbeit bricht damit für uns weg.’ Kurzfristig sei es nicht möglich gewesen, den Basar neu auszurichten. Man bemühe sich aber nun, ab dem Osterbasar alle nötigen Sicherheitsbedingungen zu erfüllen. (sk)



Zur Veranstaltung Duo ’Dulce & Dolce’ Irina Shilina und Irmgard M. Tutschek
am 15.10.2011

Duo ’Dulce & Dolce’ spielt im Klinikum
(Lippische Landeszeitung am 14.10.2011 )
Alte Instrumente: Vor 13 Jahren organisierte der Verein ’cultur-tupfer e.V.’ sein erstes Konzert für Patienten, Besucher und Mitarbeiter des Klinikums Detmold. Das nimmt er zum Anlass, ein besonderes Konzert anzubieten: Das Duo ’Dulce & Dolce’ (Irina Shilina, Cymbal, und Irmgard Maria Tutschek, Flöte) geht am morgigen Samstag ab 18 Uhr im Foyer des Klinikums der Faszination dieser alten Musikinstrumente nach. Das Duo hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Tradition dieser Kombination wieder in Erinnerung zu bringen und sich ihren Gemeinsamkeiten und dem Klangreichtum zu widmen. Dabei, so eine Pressenotiz, ist es den Musikerinnen wichtig, mit ihren Kenntnissen und Erfahrung der historischen Aufführungspraxis die Musik in ihren Programmen lebendig werden zu lassen.



Zur Veranstaltung ’Farbmelodie’ Christel Aytekin
am 01.10.2011

Ein Tupfer Cultur im Klinikalltag
(Schlänger Bote am 07.10.2011 von: Gudrun Fleege )
Ausstellung ’Farbmelodie’ läuft noch bis Ende Oktober

’Lachen ist die beste Medizin, sagt der Volksmund. Aber, gibt es im Krankenhaus überhaupt etwas zu lachen?’ Die Mitglieder des Vereins ’cultur-tupfer’ haben sich diese Fragen nicht nur gestellt, sie beantworten sie auch mit einem klaren ’ja’. Das Programm des 1999 gegründeten Vereins ist ebenso einfach wie überzeugend: Mit Kulturveranstaltungen soll auch die Freude in den Alltag des Detmolder Klinikums einziehen. Und Freude verbreitet zurzeit die Ausstellung ’Farbmelodie’ von Christel Aytekin, die noch bis Ende Oktober im Klinikfoyer zu sehen ist. Es sei unbestritten, dass Freude hilft, besser und schneller gesund zu werden, weiß man bei ’cultur-tupfer’. Deshalb gehöre Kultur ins Krankenhaus. Kultur, die die Phantasie anregt, Ablenkung schafft, Langeweile überbrückt oder einfach nur Spaß macht. Wohl jeder, der schon einmal längere Krankenhausaufenthalte ’genießen’ durfte, wird bestätigen, dass der Tag in der Klinik vornehmlich aus Warten besteht: Warten auf die Visite. Warten auf das Essen. Warten auf Besuch. Da scheint es eine gute Alternative zu sein, sich einmal auf Kunst einzulassen, Bilder und Musik auf sich wirken zu lassen und sich an ihnen erfreuen.
Vereinfacht zusammengefasst widmet sich der Verein drei Bereichen: der bildenden Kunst, der Musik und speziell für die Detmolder Kinderklinik den ’Dr. Clown Visiten’. Unter dem Begriff ’Flur-Kultur’ sind viele verschiedene Ausstellungen in den Klinikfluren zu besichtigen. Die Bilder sind Arbeiten aus Schulen und Kindergärten, Malschulen oder aus den Ateliers namhafter Künstler. Gezeigt werden Aquarelle, Acrylarbeiten oder Fotografien.
Manchmal verbergen sich hinter diesen Kunstwerken spannende Geschichten rund um deren Entstehung. So sind gegenwärtig Bilder der ’Hall Foundation Hospital Art’ zu sehen. 100 Schüler und Schülerinnen des Felix-Fechenbach-Berufskollegs in Detmold haben sie gemalt. Dabei hat Scott Feight, Maler und Leiter der in Atlanta (USA) ansässigen Stiftung, die Bilder zusammen mit den Jugendlichen fertiggestellt, die von einer gleich großen Schülergruppe in Atlanta bereits zur Hälfte gemalt worden waren. Ein spannendes Projekt, bei dem Kunst auch im wörtlichen Sinne Grenzen und Ozeane überwindet. Die fertigen Bilder werden übrigens an die Krankenhäuser der beteiligten Orte verschenkt. Ein schöner Gedanke, dass im weit entfernten Georgia gerade jemand in einem Krankenhausflur steht und sich ein Bild ansieht, an dem ein Detmolder Schüler mit gemalt hat.
Neben der ’FlurKultur’ finden auch im Eingangsbereich des Klinikums Detmold wechselnde Ausstellungen statt. Die ’Foyer-Kultur’ zeigt gegenwärtig Werke von Christel Aytekin. Der ’Schlänger Bote’ traf die Lemgoer Künstlerin beim Aufhängen ihrer Bilder. Es ist Ausstellungswechsel im Eingangsbereich des Klinikum Lippe. Elke Spliethoff baut ihre Ausstellung ’stein-reich’ ab und hilft ihrer Nachfolgerin die Foyer Wände wieder so zu füllen, dass der beabsichtigte Gesamteindruck der Ausstellung entsteht. Die Werke von Elke Spliethoff zeichnen sich durch eine sorgfältige, zarte Strichführung aus. Auch die Farben wirken zart.
Ganz anders die Bilder von Christel Aytekin. Für ihre überwiegend kleinformatigen Werke hat Aytekin unterschiedliche Mischtechniken aus Acryl- und Öl verwendet. Die 55 jährige hat ursprünglich Musik und zeitversetzt Pädagogik studiert. 1989 begann sie zu malen, zunächst in Pastell, dann in Öl oder Acryl. Die Künstlerin experimentiert gerne, nutzt unterschiedliche Techniken und kombiniert sie auf ungewöhnliche Weise. Die neueren Bilder sind überwiegend abstrakt, aber auch in ihnen verstecken sich Hinweise auf das Grundanliegen von Christel Aytekin: die Verbindung der Künste. Vor diesem Hintergrund überrascht der Titel ’Farbmelodie’ nicht.
’Das Bild als eingefrorene Momentaufnahme musikalischer Empfindungen, könnte eine Rückkopplung zur Musik bewirken’, so der Wunsch der Malerin. Vielleicht hatte sie bei ihrem Schaffen ja Hugo von Hofmannsthals Erkenntnisim Hinterkopf: ’Malerei verwandelt den Raum in Zeit, Musik die Zeit in den Raum.’ Wer ihre Bilder genau betrachtet, entdeckt jedenfalls kleine Hinweise auf ihre musikalische Vergangenheit und auf ihre Liebe zur Musik. Da finden sich ein Geigenhals, eine Flöte und die Klaviatur eines Klaviers in ihren Bildern wieder. Einige Gemälde sind mit Blick auf unsere schnelllebige Welt, die permanent das Neue fordert, bewusst so angelegt, dass sie umgedreht werden können, um eine neue Botschaft zu transportieren.
’Farbmelodie’ von Christel Aytekin ist noch bis zum 31. Oktober im Klinikfoyer zu sehen. Doch auch danach geht die Ausstellung nicht ganz zu Ende. Eines ihrer Bilder wird auch in der nächsten Schau zu sehen sein. Eine schöne sinnstiftende Idee: Niemand soll einfach abgehängt werden.
Aber überhaupt hat der Verein ’cultur-tupfer’ jede Menge guter Ideen. Ein bisschen mehr Öffentlichkeit hätten sie verdient.



Zur Veranstaltung ’Traumlandschaften’ Amir Baghiri
am 01.08.2011

Für den Künstler ’malen sich Bilder von selbst’
(Lippische Landeszeitung am 10.08.2011 (aga))
Amir Baghiri untermalt Vernissage im Klinikum mit sphärischen Klängen
’Traumlandschaften’ nennt Amir Baghiri seine Ausstellung, die jetzt im Foyer des Klinikums Lippe eröffnet worden ist. Bis zum 31. August sind die zwölf großformatigen Arbeiten im Rahmen des Programms des Kulturvereins ’cultur-tupfer’ dort zu sehen.

Seine Bilder, so der Absolvent eines Studiums der Visuellen Kunst an der Teheraner Universität ’Daneshgah Honar’, entwickeln sich erst im Laufe der Arbeit. Der Künstler, der neben dem Studium an der Fakultät Malerei und Skulptur auch seine musikalischen Interessen in zeitgenössischer elektronischer Musik vertiefte, geht zunächst nur mit einer Grundvorstellung ans Werk. ’Das Bild malt sich selbst’, kommentiert er humorvoll den ihn dann erfassenden Prozess.
Seit 15 Jahren ist Amir Baghiri hauptberuflich als Filmmusiker tätig. Mit seinen fast sphärischen Klängen untermalte er die Ausstellungseröffnung im Klinikum. Auch beim Lauschen seiner Musik, die sich nicht durch eine führende Melodie in den Vordergrund drängt, sondern den Hintergrund ausmalt, entstehen im Kopf des Zuhörers eigene ’Traumlandschaften’, die über die visuelle Wahrnehmung auch von den abstrakten Gemälden erzeugt werden können.
Seit Jahren liefert der im iranischen RaÅ¡t am Kaspischen Meer geborene Musiker und Künstler mit der Firma Intervox musikalische Ausstattungen für Fernsehbeiträge, aber auch Spielfilme. So seien zum Beispiel einige Szenen im Horrorfilm ’Blade’ mit Wesley Snipes mit seiner Musik hinterlegt. Außerdem lieferte die Firma mehrfach Hintergrundmusik für Beiträge der Pro7-Fernsehserie ’Galileo’.
Die Besinnung der Menschen auf die Schönheit, Geheimnisse, Spannungen und Mächtigkeit der Natur möchte Amir Baghiri mit seiner Kunst anregen, erzählte er im Gespräch zu seinen Bildern. Seine Kunst habe ihm außerdem selbst immer wieder dabei geholfen, sich auf seine ursprünglichen Gefühle zu konzentrieren und ’einem völlig natürlichen Traum näher zu treten’.
Abschließend stellte er heraus: In einer Welt, in der das Leben überwiegend von Technik beherrscht werde, möchte er den Betrachter seiner Werke dazu animieren, sich für einen Moment mit dem Thema Natur und ihrer Ursprünglichkeit zu befassen. Diese Botschaft möchte der Künstler auch bei seiner Ausstellung in Detmold vermitteln.(aga)



 
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